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Blutspende – Voraussetzungen und Ablauf

Alleine in Deutschland werden täglich circa 15.000 Blutspenden benötigt. Diese werden insbesondere bei der Krebstherapie, als Akuthilfe bei Unfällen oder bei Operationen eingesetzt. 
Jede Blutspende kann Leben retten! Trotz unseres medizinischen Fortschritts ist es uns nicht möglich, Blut künstlich zu ersetzen. Das erklärt die Bedeutung der Blutspenden, denn in manchen Fällen ist eine Bluttransfusion die einzige Überlebenschance für die Betroffenen. 
Mit einer Vollblutspende können sogar bis zu drei Leben gerettet werden. (1)

Schon gewusst: Blutspenden ist auch für den Spender gesund! 
Neben der Freude und Zufriedenheit darüber, Gutes für andere zu tun, kann bei Patienten mit Bluthochdruck durch regelmäßiges Blutspenden der Blutdruck gesenkt werden. 
Den eigenen Blutdruck zu kennen und fortlaufend zu beobachten, ist wichtig. Durch regelmäßiges Blutspenden kann ein zu hoher Blutdruck rechtzeitig erkannt werden. Nach einer Blutspende wird das Blut zudem auf einige Infektionskrankheiten untersucht, wodurch der Spender von einem Überblick über seinen aktuellen Gesundheitszustand profitiert. (2)

Unter welchen Voraussetzungen kann ich Blut spenden?

Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle, ob Blut gespendet werden kann. Die wichtigsten Vorsausetzungen sind:
Das Mindestalter für eine Blutspende beträgt 18 Jahre. In der Regel gibt es kein Höchstalter, sofern der Gesundheitszustand des Spenders gut ist. Bei Erstspendern gilt meist ein Höchstalter von 65 Jahren. 
Das Körpergewicht der Person, die Blut spendet, muss mindestens 50 kg betragen.
Nur wer gesund ist und sich gesund und leistungsfähig fühlt, kann Blut spenden. Nach Impfungen, Reisen in Risikogebiete oder neuen Tattoos/Piercings gelten Wartezeiten. Die Einnahme von bestimmten Medikamenten führt zu einem vorübergehenden oder dauerhaften Ausschluss. Dies alles wird bei der ärztlichen Beratung besprochen, die direkt vor der Blutspende erfolgt. 
Der Abstand zwischen den Spenden beträgt bei Frauen mindestens 56 Tage und die Anzahl der Spenden ist begrenzt auf maximal vier pro Jahr. Bei Männern beträgt der Abstand zwischen den Spenden ebenfalls mindestens 56 Tage, die Anzahl der Spenden pro Jahr ist begrenzt auf sechs.

Medikamenteneinnahme und Vorerkrankungen bei der Blutspende

Bei einer Blutspende ist es wichtig, alle eingenommenen Medikamente vollständig und ehrlich anzugeben. Ob eine Blutspende möglich ist, entscheidet ausschließlich das medizinische Fachpersonal vor Ort.
Auch bestehende oder frühere Erkrankungen müssen vor der Blutspende angegeben werden. Akute Erkrankungen wie Fieber, Infekte oder Magen-Darm-Erkrankungen führen in der Regel zu einem zeitlich begrenzten Ausschluss, bis man vollständig genesen ist.
Chronische oder schwere Erkrankungen, zum Beispiel bestimmte Herz-, Leber- oder Autoimmunerkrankungen, können eine Blutspende dauerhaft ausschließen. In anderen Fällen ist eine Blutspende möglich, wenn die Erkrankung gut eingestellt ist und keine Risiken bestehen. Die ärztliche Beurteilung erfolgt immer individuell.
Die Angaben zu Medikamenten und Vorerkrankungen dienen dem Schutz der Blutempfänger, da Krankheitserreger oder Medikamentenreste übertragen werden könnten. Gleichzeitig schützen sie den Spender selbst, damit es während oder nach der Blutspende nicht zu gesundheitlichen Komplikationen kommt.

Vorbereitung auf eine Blutspende

Eine gute Vorbereitung hilft, die Blutspende sicher und gut verträglich zu machen – für den Spender und für die Empfänger.
Es wird empfohlen, am Spendetag nach Möglichkeit leichte, fettarme Kost zu essen und bereits am Vortag und am Tag der Spende ausreichend zu trinken. Am besten eignen sich Wasser und ungesüßter Tee. Auf Alkohol sollte 24 Stunden vor der Blutspende verzichtet werden. Dieser belastet den Kreislauf und kann die Spende erschweren. Auch sollte darauf geachtet werden, in der Nacht vor der Spende ausreichend zu schlafen und sich vor und nach der Spende keiner starken körperlichen Anstrengung auszusetzen. 

Dauer und Ablauf der Blutspende

Insgesamt dauert die Blutspende ungefähr eine Stunde. Die reine Blutabnahme ist relativ kurz, der größte Teil dient der Sicherheit des Spenders und der Empfänger.
Hier der Ablauf kurz skizziert:

  • Beim Eintreffen zum Blutspendetermin gültigen Lichtbildausweis oder Blutspendeausweis mitbringen.
  • Medizinischen Fragebogen mit Fragen zu Gesundheit, Vorerkrankungen, Medikamenten, Reisen, Impfungen und Lebensstil gewissenhaft beantworten zum Schutz von Spender und Empfänger.
  • Ärztliche Untersuchung: Blutdruck und Körpertemperatur werden gemessen. Über einen Fingerpieks wird der Hämoglobinwert (roter Blutfarbstoff) bestimmt und überprüft, ob der Wert ausreichend ist. Es folgt ein Gespräch zur medizinischen Beurteilung der Spendefähigkeit.   
    Wenn die Entscheidung positiv ausfällt, erfolgt die Blutentnahme im Liegen oder Sitzen. Die Entnahme dauert nur etwa 5-10 Minuten. Dabei werden circa 500 ml Blut entnommen. 

Verhalten nach der Blutspende

Nach einer kurzen Erholungszeit von circa 10 Minuten im Liegen oder Sitzen wird zur Stabilisierung des Kreislaufs empfohlen, eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Den restlichen Tag sollte körperliche Anstrengung vermieden werden und auf reichlich Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Auf Alkohol sollte am Tag der Spende verzichtet werden.
Nach der Blutspende können leichter Schwindel und Müdigkeit auftreten. Sollten diese länger anhalten, sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Welche Bedeutung haben die Blutgruppen?

Bei der Bluttransfusion spielt die Blutgruppe eine wichtige Rolle. Es gibt die Blutgruppen A, B, AB und O, jeweils mit dem Rhesusfaktor positiv oder negativ. 
In Deutschland kommen die Blutgruppen A (43 Prozent) und O (41 Prozent) am häufigsten vor. 85 Prozent der Deutschen besitzen den Rhesusfaktor positiv, hingegen haben 15 Prozent einen negativen Rhesusfaktor. Bei Menschen mit negativem Rhesusfaktor ist wichtig, dass diese bei einer Transfusion nur Rhesus negatives Blut erhalten. Personen mit der Blutgruppe 0 Rhesus negativ können in der Regel jedem Blut spenden, da diese Blutgruppe von fast jedem gut vertragen wird. Insbesondere bei Notfällen, wenn die Blutgruppe nicht bekannt ist, wird Blut der Blutgruppe 0 Rhesus negativ (Universalspender) eingesetzt. Die Blutgruppe AB Rhesus positiv hingegen gilt als Universalempfänger. (3)

Wo kann ich Blut spenden

In Deutschland kann Blut sowohl bei festen Institutionen als auch bei mobilen Spendeterminen gespendet werden. 

Einen Blutspendedienst in der Nähe suchen:
https://www.blutspenden.de/blutspendedienste/

Weiterführende Informationen:


https://www.blutspende.de/
https://www.blutspendedienst.com/

 

Quellen:

(1) www.drk-blutspende.de/warum_blut_spenden_beim_drk

(2) www.blutspende.de/magazin/von-a-bis-0/ist-blut-spenden-gesund

(3) www.blutspende.de/blutspende/wissenswertes-ueber-blut-blutgruppen
 

Die Ideensammlung für diesen Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt.